Die kleinen Geschenke sind oftmals die größten Überraschungen. So mag ich zum Beispiel After Eight recht gern, jedoch kaufe ich mir diese praktisch nie selbst. Ab und zu kommt es zu Mitbringseln von Familienmitgliedern und da ist die grüne Schachtel unter anderem ein Favorit bei meinem Großvater. Nun aß ich die Minztafeln vor mich hin, wunderte mich über die leicht veränderte Rezeptur, kam jedoch nicht im Traum auf den Gedanken, daß es etwas anderes als die gewohnten After Eights sein sollte.
Falsch. Was so dezent fremd auf meiner Zunge zerschmolz, war eine After Eight Limited Edition in Blutorange. Man sollte einfach mal lesen, was in dem abgesetzten Druckbereich auf der Schachtel steht. Es ist halt doch nicht immer nur Werbung für Gewinnspiele und Gratisdownloads. Doch stellen wir uns die Frage, ob es so ein eingefahrenes Produkt wie das After Eight Schoko-/Minztäfelchen wirklich nötig hat, einen anderen Geschmack anzubieten.
Meine kleine Vorrede zeugt vielleicht schon davon, daß die Minznote immer noch dominanter Bestandteil des Geschmackserlebnisses bleibt. Es ist ein leichter Hauch Blutorange, den man, wenn man es weiß, auch eindeutig als solchen identifizieren kann. Und das wars aber auch schon. Eine perfekte Symbiose aus zartem Kakaoaroma und minziger Frische wird durchbrochen von einem eher dumpf untergeschummelten Blutorangengeschmack. Hm, was soll das?
Wenn ich After Eight will, dann das Original. Es ist ein Aufbegehren einmal anders ins Gespräch zu kommen. Es ist wie ein fünftes Rad am Wagen mitzuschmecken, ein Aroma, welches vollkommen überflüssig die einfache und über Äonen ausgewogene Rezeptur ins Wanken bringt. After Eight Blutorange ist wohl nicht ohne Grund in einer Limited Edition erschienen, denn nochmal braucht man so ein Erlebnis wirklich nicht. After Eight Minz-/Schokoladentafeln sind toll. Das braucht man nicht verändern. Epic Fail.
Hersteller: Nestlé
Produktlinie: After Eight
Produkt: Pralinen, Minz-/Schokoladentäfelchen mit Blutorangenaroma
Herkunft: Deutschland
Zutaten (lt. Packung): Pralinen aus 39,6% Bitterschokolade mit 60,4% Pfefferminzcremefüllung mit Blutorangengeschmack. Zucker, Kakaomasse, Glukosesirup, fettarmer Kakao, Buttereinfett, Emulgator Sonnenblumenlecithine, natürliches Orangenaroma, Stabilisator Invertase, Pfefferminzöl, Säurungsmittel Citronensäure. [Spuren: Milch]
Inhaltsmenge (lt. Packung): 300 g
Brennwert / 100 g (lt. Packung): 1809 kj (431 kcal)
Markenseite bei Nestlé
vor 1 Tag

Die Kombination aus Film- und "Astronautenfutter"besprechungen ist jedesmal zu heiß und da fällt mir glatt ein, AfterEight im Regal zu haben...
AntwortenLöschenMir scheint, ich habe einen Weg gefunden, mich von der Masse abzusetzen. Und dabei mache ich doch nur, was fast jeder Filmfan macht. Ich hau mir am WE im Kino oder auf der Couch gern auch mal was in die Plautze. :D
AntwortenLöschenEigentlich besitzen After Eight relativ viel Kalorien, wenn man sie mit anderer Schokolade oder in dem nicht vorhandenen Sommer, mit Eis vergleicht. Gelegentlich sind sie jedoch gut.
AntwortenLöschenIch war ein kleiner Junge als mir die "After Eight"-Werbung im Fernsehen begegnete. Was "eight" bedeutete, wusste ich nicht und stellte mir deshalb Füllungen, die dem After entnommen worden waren, immer recht abscheulich vor. Vermutlich mag ich die Dinger deshalb noch heute nicht...
AntwortenLöschen@ Leon: Jup, auch zum Eis beispielsweise. :)
AntwortenLöschen@ Whoknows: Aber dir ist heute schon klar, an welcher Körperstelle man After Shave benutzt, oder?
Für After Shave machte man damals zum Glück noch kaum Werbung (stell dir mal meinen wunden Hintern vor!). Man bevorzugte "4711", das Wasser aus einer deutschen Stadt am Rhein. ;)
AntwortenLöschenNa dann ist für die nächste Aftershow-Party ja alles in Butter. *g*
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