Die Fahne des Videotheken-Rip-Offs von aktuellen Kinoproduktionen empor reckend, hat sich die Produktionsfirma The Asylum eigentlich einen Ruf erarbeitet, der es erlauben müßte, diese Information als selbstverständlich hinzunehmen. Doch auch wenn der Titel Snakes on a Train nur zu deutlich auf das Publikum des einigermaßen erfolgreichen Snakes on a Plane abzuzielen versucht, hat sich der deutsche Verleih hier einen besonderen Trick einfallen lassen, denn in den Regalen stehen inzwischen Zweitvermarktungen unter Titeln wie Zombies im Zug und Snake Hell, von denen letzterer, so muß man zugeben, fast am passendsten erscheint.
Anstatt nämlich den ganzen Katastrophen-Krimi-Plot des Vorbildes auf Snakes on a Train zu übertragen, setzen die Macher an ganz anderer Stelle an und bewegen sich damit auf dem Terrain, das mehr dem klassischen Gruselstoff ähnelt. Ein mexikanisches Pärchen hat es dabei fies getroffen. Nicht mit der Verbindung einverstanden, belegten die Eltern Alma (Julia Ruiz) mit einem uralten Fluch, der sie ihre Seele in Form von Schlangen hervorwürgen läßt. Diese in Weckgläsern sammelnd befinden sich die beiden nun auf der Flucht nach Los Angeles, wo sich Alma einem Exorzismus unterziehen soll. Der Weg führt sie dabei - wie sollte es anders sein - in einen Zug.