Erste amerikanische Verfilmung des englischen Bühnenstücks Angel Street von Patrick Hamilton mit Charles Boyer und Ingrid Bergman, welches zuvor erfolgreich auf den Broadway importiert wurde. Außerdem das Debüt der damals siebzehnjährigen Angela Lansbury. Das Stück wurde bereits 1939 im englischen Fernsehen ausgestrahlt und 1940 in Form der Filmproduktion Gaslight in England aufgeführt. In Das Haus der Lady Alquist kehrt Paula nach Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann Gregory in das Haus ihrer ermordeten Tante, einer berühmten Sängerin, zurück, um die Flitterwochen zu verbringen. Die traute Zweisamkeit zerrüttet sich alsbald im Zeichen seltsamer Geschehnisse. Die nervliche Zerbrechlichkeit Paulas bietet Spielraum für Schikane und Intrige.
Das der Bühnenherkunft entsprechend wenig wechselnde, viktorianische Set macht den Film andererseits wunderbar zeitlos, so daß die psychische Anspannung im flackernden Gaslicht dieses Thrillers weiterhin gut transportiert werden kann. Ein ungeklärter Mordfall und ein unauffindbarer Juwelenschatz geben fruchtbaren Grund für eine packende Kriminalgeschichte mit einer zu Recht oscarprämierten Ingrid Bergman.
Originaltitel: Gaslight
Deutscher Titel: Das Haus der Lady Alquist
Produktionsland: USA
Erstaufführung: 04.05.1944, New York City, New York, USA
Regie: George Cukor
Darsteller: Charles Boyer, Ingrid Bergman, Joseph Cotton, Dame May Whitty, Angela Lansbury u.a.
OFDb, IMDb, Wikipedia
Dieser Film steht auch schon länger auf meiner Liste der zu guckenen Klassiker. Bislang dachte ich jedoch er würde dem Horror-Genre angehören. Dass er lediglich den Mystery-Bereich streift (ich schätze mal so in der Art eines "Mitternachtsspitzen", oder?) nimmt ihm jedoch jetzt doch etwas von seinem Reiz für mich, muss ich gestehen.
AntwortenLöschenMitternachtsspitzen steht zwar dann auch irgendwo in einer Hitchcock-Tradition, aber man könnte schon eine Verwandschaft unterstellen, ja. Vielleicht auch mit einem Film wie Die Wendeltreppe, wobei ich diesen auch nur gerade befriedigend fand. Mit einem Horrorfilm hat Das Haus der Lady Alquist nur im psychologischen Sinne etwas gemein und damit hat er mich dann aber auch gekriegt. Gib dir einen Ruck, du guckst doch auch sonst Mystery-Krimis. ;)
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