Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Donnerstag, 18. November 2010

Astro-Zombies - Roboter des Grauens (1968)

Filmtheoretische Akribie muß es gewesen sein, die Ted V. Mikels in die Lage versetzte, mit Astro-Zombies - Roboter des Grauens einen Anti-Film zu erstellen, der wohl gegen sämtliche Koventionen des Kinos verstößt. Dilettantisch montiert er gleichzeitig mehrere vernachlässigte Handlungsstränge, die am Ende im Sande verlaufen.
Kaum spielt es eine Rolle, ob eingeführte Figuren sterben oder einfach so aus dem Verlauf verschwinden. Mit konzentriertem Blick auf unwesentliche Detailhandlungen, in phlegmatischer Echtzeit durchgeführt, schafft es Mikels die mit Astro-Zombies - Roboter des Grauens aufgeworfenen Fragen genauso wenig zu beantworten, wie es die lethargisch genuschelten Dialoge vollbringen.
Wie nun der Regisseur sich selbst in seinen jegliche Dramaturgie außer Kraft setzenden Fäden verstrickt, um sie gelangweilt fallen zu lassen, ist es der Zuschauer, welcher sich eine Taschenlampe vor die Stirn halten möchte, um den geschwächten Energiekreislauf zu speisen. Nur hat er dafür keine Hand frei, ist er doch gezwungen, sein Trommelfell vor der ohrenbetäubenden und Hirnmasse zerquirlenden Geräuschkulisse zu bewahren.
Selbst in panische Schwimmbewegungen verfallend besinnt sich Ted V. Mikels schließlich auf sein Thema zurück und bringt die Astro Zombies nach gefühlter Ewigkeit wieder ins Bild, um zum Abschied einen Kopf abzuschlagen, was das krepierte Publikum jedoch nicht mehr erreicht.
Astro-Zombies - Roboter des Grauens ist, wie sich zwangssediert gleichzeitig mit feinstem Schleifpapier das Sehvermögen nehmen und mit Wunderkerzen den Gehörgang versengen zu lassen. Es besteht akute Gefahr für Leib und Leben.

Originaltitel: Astro Zombies
Deutscher Titel: Astro-Zombies - Roboter des Grauens
Produktionsland: USA
Erstaufführung: Mai 1968, USA
Regie: Ted V. Mikels
Darsteller: Wendell Corey, John Carradine, Tom Pace, Joan Patrick, Tura Satana u.a.


OFDb, IMDb, Wikipedia (en)

4 Kommentare:

  1. Haha, sehr schön! Aber komm, so schlecht ist er doch gar nicht.
    Ich meine, wie genial war bitteschön die Szene, in der das rothaarige Weib auf dem Hocker drapiert, sich gefühlte 10 Minuten im spartanisch eingerichteten Labor langweilt.
    Das ist episch :)

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  2. Episch?! Nachdem ich mir bei diesem Machwerk schon eine Glatze gerauft hatte, habe ich mir sogleich die Stirn eingeölt, um die Flucht zurück in den Geburtskanal anzutreten! Ein Epos bedingt doch eine Erzählung, was bitteschön hat Mikels eigentlich mit Astro Zombies zu sagen versucht? xD

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  3. Schade, ist nicht das erste mal, dass ich solch vernichtende Worte zu diesem Film höre, dessen Poster und Titel ich so enorm gelungen finde, dass ich ihn am liebsten sofort sehen würde. Ärgerlich, dass da so ein mieser Streifen hinterstecken soll.

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  4. Kannst dir ja als Gegenthese mal den Bunkerbericht durchlesen: http://zombiebunker.blogspot.com/2010/11/astro-zombies-roboter-des-grauens-usa.html

    Es gibt im Netz durchaus einige, die den abfeiern. Ich persönlich lege die angeprangerten Eigenschaften tatsächlich als Schwäche aus.

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