Warum nicht noch ein Eastern? Warum nicht auch aus Südkorea? Weil Die Silberfaust der Shaolin auch nur eine weitere, fahrige Geschichte zu Hofe bieten kann, in das sich bei einer Verschwörung das Shaolinkloster und die Rebellen verwickeln. Da gibt es kaum noch etwas zu rütteln.
Fraglos, die zahlreichen Kämpfe sind schnell geschnitten, sorgen gern durch dynamische Einstellungen, in denen Attacken in leichtem Winkel auf die Kamera zu gerichtet werden, als habe es sich ursprünglich mal um einen 3D-Film gehandelt, gleichermaßen für Begeisterung wie für Verwirrung. Die Bauten sind nicht extrem billig, es gibt sogar ein feinmechanisches Fallensystem in einem Kerker des Grauens.
Man ist bemüht um auffällige Waffen, darunter ein angeblich tibetanisches Wurfmesser, dessen drei Klingen aufgeklappt die Flugeigenschaft eines Bumerang ermöglichen. Gerade in diesen Handlungen auftretende, zahlreiche Jumpcuts zeugen dann vermutlich eher von der Tricktechnik als vom Zustand der abgetasteten Filmrolle.
Die deutsche Synchro ist um Ernsthaftigkeit bemüht und trägt mit sympathischen, bekannten Sprechern eher noch zur Trockenheit von Die Silberfaust der Shaolin bei, als daß es eine Vielzahl Blüten gäbe. Da muß man schon Hardcore-Eastern-Fan sein, um diesen sportlich exerzierten Wirren einen Unterhaltungswert abzugewinnen.
Originaltitel: Sa-dae-tong-iue-moon
Deutsche Titel: Die Silberfaust der Shaolin; Die Todesfäuste der Shaolin
Produktionsland: Südkorea
Erstaufführung: 30.09.1978, Südkorea
Regie: Kim Jeong-Yong
Darsteller: Richard Kong, Li Ying-Ying, Bruce Chueng, Nam Chi-I, Steve Chan, Debbie Ling u.a.
OFDb
vor 1 Woche

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Was ist deine Meinung dazu? Dein Kommentar ist herzlich willkommen und sogar erwünscht. Ich freue mich auch über nützliche Hinweise und Verbesserungsvorschläge.
Da nicht jeder Internetnutzer so vernünftig ist wie du, werden Kommentare grundsätzlich erst freigeschaltet.
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.