Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Dienstag, 1. November 2011

Hotel Bela - Bela B. trifft George A. Romero (Kommentar & Stream)

Wenn man Die Ärzte durch drei teilt, kommt Arte dabei heraus. Wenn man das Konzept dieser neuen Sendung von Hasko Baumann näher besieht, scheint es schon logisch. Schließlich verbringt man als Mitglied der besten Band der Welt seinen Alltag oft in Hotels und Tourbussen. Was spräche also dagegen, Interviewgäste in eben dieser Location zu treffen?

In dieser ersten Folge von Hotel Bela trifft Bela B. passend zum Ausstrahlungstermin an Halloween auf die Zombielegende George A. Romero. Der Blick durch dessen Privatgemach erinnert an Stöberei in der TV-Show Zimmer Frei oder für die jüngeren Zuschauer auch Das perfekte Promidinner. Mit respektvoller Schüchternheit tritt Bela B. seinem Idol als Fan gegenüber, fragt Romero gar, ob er ein Autogramm bekommen würde. Was etwas den Drive des Interviews nimmt, lockt Romero aus der Reserve. Er ist sichtlich unterhalten von dieser Abwechslung zu gewöhnlichen Interviews. Gemeinsam durchstreifen die beiden den Notausgangsbereich des Hotels und ordern schließlich doch beim Zimmerservice, um gleich im Anschluß eine Szene durchzuspielen.

Die Fragen bringen mehr Erkenntnisse über George A. Romero im Bezug zu Quitscheentchen als über seine Filme. Es ist ein lockeres Geplauder, bei dem der Filmemacher viel Sympathie aufbauen kann. Techniken wie das Vorführen von Filmausschnitten und die Konfrontation mit Interviewzitaten sind vielleicht die letzte Lösung, auf etwas aufzubauen, was tausend andere Reporter auch schon gefragt haben. Der Großteil hiervon ist jedoch verschenkte Zeit, so daß weder der unbedarfte Zuschauer etwas Grundsätzliches über die Person erfährt, noch der Fan wesentlich neue Details.

Es ist schließlich die gewährte Intimität, die dafür spricht, daß Hotel Bela ein ergänzendes Format mit Zukunft sein könnte. Etwas weniger Selbstinszenierung von Bela B. und mutigerer, investigativer Journalismus, dann macht es sicher Spaß diese Fernsehsendung öfter einzuschalten. Fürs Erste genügt der Bonus, George A. Romero ganz selbstverständlich im deutschen Fernsehprogramm zu präsentieren.

Bela B., Arte

3 Kommentare:

  1. Aaaah, gestern habe ich noch bittere Tränen vergossen, weil ichs nicht gucken konnte (kam doch gestern, oder?) und jetzt seh ichs hier. Den Traum meiner schlaflosen Teenie-Nächte (und -Tage!): Bela B.!! und dann trifft er auch noch Romero. Klasse, das guck ich jetzt erst mal :)
    Danke

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  2. Gern. Ja, war gestern. Und wie fandest du es?

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  3. Habs jetzt auch mal gesehen. Romero kommt sympathisch wie immer rüber, aber ich glaub nicht das ich es schauen würde wenn der Gast nicht interessant für mich wäre. Bela B. alleine kann mich nicht allzusehr begeistern.

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