Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Dienstag, 22. November 2011

52 Songs #6: Neubeginn

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

ein kurzer Einschub, weil ich endlich den passenden Song für das 52 Songs Thema Neubeginn gefunden zu haben glaube. Nun, was macht einen Neubeginn aus? Doch wohl zuerst das Ende, bei dem der Ballast abgeworfen wird.

Ich sitze in einem Bus. Meine Stirn lehnt an der kühlenden Glasscheibe. Ich reise ohne Gepäck. Der Bus tuckert stetig vor sich hin. Grüne Wiesen und Felder ziehen vorbei. Ich starre auf Schafe, Kühe und Pferde. Irgendwo durchs Gras huscht eine Natter. Meine Kleider sind staubig. Eine Klippe. Der Bus fällt. Gerade noch war ich aus der Ruine gekraxelt, die einmal mein Heim war. Hinter mir liegt Rage. Meine Kehle schmerzt von den Schreien von der Auseinandersetzung, die dem Explosionsschlag vorangegangen waren. Ich habe mich vom Ballast befreit. Alles was mich zurückhielt, ist zerstört. Ein schwarzer Abgrund verfolgt mich seitdem. Risse, die Erde und Straßenbelag zerbersten. Ich beobachte die emporsteigende Aschewolke, die sich dem Bus nähert, welcher sich nun abwärts, nicht mehr vorwärts bewegt. Der Fall ist endlos. Die Zeit scheint kaum zu verstreichen. Wohin auch? Als ich ging, hatte ich kein Ziel. Ich wußte nur, daß es so nicht weiter ging. Als der Bus in einem Feuerball auseinanderreißt, schleudert es mich in einen Haufen Kalk. Die Reste der zerrupften und versengten Kleider ziehe ich ohne Mühe von meinem Körper. Schuld? Nicht eine Spur. Rein weiß ist mein Leib nun gepudert, als sei mir die Sünde fern wie die Wüste dem Wasser. Ich schreite über brennenden Reisig hin zu einer Toilette, wo ich eine elendlange Schlange aus meinen Innereien befreie. Sie zischelt mir zu. Durch den herzförmigen Türausschnitt zerdrücke ich den Mond zwischen Daumen und Zeigefinger. Ich nehme den Koffer, der neben dem Donnerbalken steht und begebe mich nach draußen. Ich warte auf den Bus.

The End
Interpret: The Doors
Album: The Doors

1 Kommentar:

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