Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare  und Analysen
Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Montag, 28. November 2011

Movie Monday #22

Liebe Filmfreundinnen und Filmfreunde,

Es ist wieder Montag, so daß Randy mit 7 neuen Lückentexten unter dem Movie Monday Banner aufwartet. Viel Spaß.

1. Der beste Film mit Russell Crowe ist für mich L.A. Confidential.
2. Clint Eastwood hat mit Gran Torino seine beste Regiearbeit abgelegt.
3. Der beste Film mit Scarlett Johansson ist für mich eigentlich Ghost World, aber weil ich den schon mal hatte... Arac Attack.
4. Beim schauen eines Films gönne ich mir am liebsten folgende Leckereien: Flippinis, Choco Crossies oder Crunchbits, Ritz oder Tuc Cracker, M&Ms, Crunchips Western, Nic Nacs, Cashewkerne, Macadamianüsse oder Eiskonfekt.
5. In der letzte Ausgabe gab es von einigen Seite recht viel Schelte dafür, dass ich “Herr der Ringe” als gelungene Buchverfilmung genannt hatte (eine Aussage, die ich übrigens immer wieder treffen würde). Wie sieht für euch eine gelungene Buchverfilmung aus bzw. welche Ansprüche stellt ihr an selbige? Meistens ist es doch so, daß man einen Film - und ein großer Teil der Filme basieren nunmal auf irgendwelchen Romanen oder Kurzgeschichten - nur dann gut finden kann, wenn man vorher das Buch nicht gelesen hat. Das hat durchaus mit den Eigenheiten eines Mediums zu tun. Selten gelingt es, in einem Film alle Nebenhandlungen einzuschließen, da man nur 1,5-2 Stunden Zeit hat. Auch alle Beschreibungen von Örtlichkeiten, Kleidungsstilen und sonstigen Details können nur bedingt berücksichtigt werden. Wollte man den oppulenten Stil mancher Bücher 1:1 als Film umsetzen, so bräuchte man dazu Kinozuschauer, die bereit wären, viele Stunden in ihrem Sitz zu verbringen.
Herr der Ringe, dessen Vorlage ich nie gelesen habe, ist für mich kein nutzbares Beispiel, was sicher schade ist, da doch gerade hier so viele Stunden Film genutzt werden. Die benötigte Zeit war sicher neben den nötigen Effekten einer der Faktoren, warum Herr der Ringe als nicht verfilmbar galt. Mir persönlich ist ein Faktor jedoch wichtiger, nämlich, daß der Kern eines Buches umgesetzt wird. Das kann eine zentrale Moral oder Aussage sein, ein Handlungsfaden oder idealerweise ein Abbild der eigenen Phantasie beim Lesen. Da jedoch jeder eine eigene Vorstellung besitzt, ist letzteres schwer zu treffen. Man sollte vielleicht Literaturumsetzungen grundsätzlich als freie Interpretation akzeptieren, um nicht in die Falle zu tappen, einen Film zu erwarten, der zu drehen kaum möglich ist.
Gerade bei Stephen King Filmen gibt es von den Leseratten oft abfällige Kommentare. Ich z.B. lese King nicht gern, weil er nicht auf den Punkt kommt. Filme wie Christine fassen dankbarerweise den wesentlichen Inhalt kurz zusammen. Bei der Verfilmung von Ellis American Psycho hingegen hatte ich das Gefühl, daß der pathologischen Gefühlskälte der Vorlage bei weitem nicht entsprochen wurde, es sich quasi um ein Abbild mit der Genauigkeit von Kartoffeldruck handelte.
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6. Zeitungsartikel, Trailer, Kritiken, Filmposter/-cover oder lediglich die Beschreibung des Films. Was spielt für euch den ausschlaggebenden Grund, einen Film zu sehen? Manchmal einfach nur das Bauchgefühl auf den ersten Blick. In der Regel lese ich, nachdem ich auf einen Film aufmerksam geworden bin, eine kurze Inhaltsangabe und ein paar letzte Absätze von Reviews, um eine Schublade aufmachen zu können. Neben dem unkonzentrierten Blick auf die aktuellen Veröffentlichungstermine verfolge ich verschiedene Filmographien und orientiere mich an filmtheoretischen Schriften. Ein festes Ritual gibt es da nicht wirklich, da meine Wunschliste auch so schon ins Nirvana wächst.
7. Mein zuletzt gesehener Film war Airport 1975 und der war spannender als sein Vorgänger Airport von 1970, weil sich nicht so viel Zeit für die Einführung genommen und die Action nicht elliptisch ausgespart wurde.

Puh, fertig. Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!

Euer Intergalactic Ape-Man

6 Kommentare:

  1. Also ich renne nachts nackt mit einer Kettensäge durchs Haus. Manchmal werfe ich sie auch das Treppengelände runter und treffe dabei einen ebenfalls nackten Menschen.

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  2. das buch "american psycho" ist so intensiv, finde ich, dass man das fast gar nicht widergeben kann ... der film ist zwar anders als das buch, aber doch - in meinen augen - ganz gut gelungen, wenn man es schafft, zwischen den zeilen zu sehen ... ich glaube ohnedies, dass der film sehr oft missverstanden wird ...

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  3. Judith: Ich schreib solange einen Text über It's hip to be square und dann essen wir ein Eis, ok?

    m.: Natürlich ist der Film vom Buch inspiriert und ergibt mehr Sinn, wenn man es vorher gelesen hat. Aber ist dieses Lückenauffüllen dann Leistung des Künstlers oder des Rezipienten?

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  4. hey ape-man ...

    ich denke, es ist immer derjenige, der den film schaut ... das ist dann seine subjektive sichtweise ... die macht das dann aus ... grade "american psycho" ist für mich der klassische film, bei dem sich die geister scheiden, weils eben drauf ankommt, wie jemand diesen film guckt und wie er ihn versteht ...

    bei einem buch kommt es drauf an, wie es geschrieben ist ... ist die message verschlüsselt, wird der text von jedem anders gelesen und verstanden ... ein film ist vielleicht nocht viel interpretierbarer ...

    zu der welle: ich war mir auch nicht sicher, ob mir der film gefallen würde, aber er tat es. jürgen vogel hat die rolle des lehrers natürlich gut besetzt, fand ich. und bei dem schüler, der am ende durchdreht, war es eigentlich auch klar, dass er das tun würde. (für mich) ... er hat auf mich schon diesen irren eindruck gemacht ... die beiden schauspielerischen leistungen fand ich herausragend und überraschend gut ...

    aber es war für mich persönlich in erster linie das thema, das - wenn man den schluss betrachtet - vielleicht etwas krass umgesetzt wurde, aber doch gezeigt hat, was so ein projekt bei jedem einzelnen jugendlichen bewirken kann ... und dass menschen zu jeder zeit - so oder so und mehr oder weniger - beeinflussbar sind ... und sich dann entsprechend ihres charakters in eine sache verstricken lassen oder eben nicht ...

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  5. Scarlett Johansson war wirklich bei "Arac Attack" mit dabei? Nicht mal das ist von dem Film bei mir hängengeblieben. ;-) Bei "Ghost World" werden wir uns dann wieder einig und bei Russell Crowe geht an "L.A. Confidential" einfach nichts vorbei, wobei "Master and Commander" der erste Film war, an den ich spontan gedacht hatte.

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  6. Aber wir essen nur Eis, wenn ich dabei stundenlang über Markennamen schwadronieren darf. Ich bin nämlich ein Yuppie :D

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