Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Montag, 13. Dezember 2010

Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen (1991)

Es ist eigentlich schon bezeichnend, daß die letzten beiden Teile der Critters-Reihe in geringem Abstand und nur auf Video erschienen sind. Wenn man jetzt nicht gerade auf Leonardo DiCaprios Filmdebüt herumreiten will, hat Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen nicht sonderlich viel zu bieten. Dabei wird die Rezeptur stur weiter durchgezogen. Ein alleinerziehender Vater mit seinen zwei Kindern nimmt in der Nähe von Grover's Bend unwissend ein paar Critter-Eier mit. Die Critters sorgen nun folgend in einem Mietshaus für neuen Horror. Als Nebenplot wird noch ein böser Vermieter eingepflochten, der die Kundschaft gern aus dem Gebäude geekelt hätte (Das Wunder in der 8. Straße?).

Die Kundschaft scheint auch den Machern nicht viel wert gewesen zu sein. Vielleicht ist dies auch das Echo auf die Zahlungsfreude für die ersten beiden, wenn man es genau nimmt, auch nicht gerade innovativen Filme? Die Critters rollen, die Critter schießen ihre Pfeile, die Critters beißen. Nicht nur macht man bei deren Tätigkeiten bezüglich der Sensation einen Schritt zurück, auch die Figuren bleiben merkbar farblos, wirken wie ein zusammengewürfelter Haufen aus dem filmischen B-Film-Baukasten. Der arme Charlie, der sich vom armen Freak im ersten Teil nun im Verlauf zum offiziellen Critter-Killer gewandelt hat, ist dank der Vorgeschichte eine Bezugsperson, wenngleich seine Erscheinung auch nicht als unbedingt stabil erweist.

Da nicht einmal eine Spannungskurve emporschnellt, passiert mit Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen ein Fauxpas, den sich kein Filmschaffender wünschen dürte. Er taugt nicht mal wirklich als Trash. Die Anlagen sind alle da, nur werden sie nicht genutzt. Das sind Autoren- und Produzentenschwächen. Das ist eine Nachlässigkeit dem Publikum gegenüber. Nie wird ein Grund präsentiert, der ein erneutes Auftreten der pelzigen Kugelwesen mit den breiten Mäulern überhaupt rechtfertigen. Da steckt einfach keine Idee dahinter und ohne Idee kann der Film eben auch nicht mal mit Irre erscheinenden Geistesverwirrungen oder Fehlleistungen glänzen. Was hier gemacht wurde ist solides Handwerk mit schlechtem Material und das ist nunmal unspektakulär bis langweilig.

Originaltitel: Critters 3
Deutscher Titel: Critters 3 - Die Kuschelkiller kommen
Produktionsland: USA
Erstaufführung: Oktober 1991, American Film Market, USA
Regie: Kristine Peterson
Darsteller: John Calvin, Aimee Brooks, Christian Cousins, Joseph Cousins, William Dennis Hunt, Nina Axelrod, Leonardo DiCaprio, Don Keith Opper, Geoffrey Blake, José Luis Valansuela, Diana Bellamy, Katherine Cortez u.a.

OFDb, IMDb, Wikipedia

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