Liebe Gemeinde,
Leser meines Blogs wissen bereits, daß ich keine Scheu vor dem deutsch(sprachig)en Film hege. Im Gegenteil. Ich finde immer wieder deutsche Filme, welche mir gefallen und ich finde es schade, immer wieder solche Kommentare zu hören wie: "Ich meide jeden deutschen Film wo es nur geht." [sic]
Ich habe es "Drüben" hinter den sieben Bergen schon anklingen lassen, daß in mir eine Idee brodelt, der ich selbst im Prinzip schon länger folge. Ich möchte dem deutschen Film keinen falschen Anspruch andichten. Sehr wohl aber habe ich das Gefühl, daß die deutsche Filmindustrie am Desinteresse zu leiden hat. Zwischen Kartenverkäufen und Feuilleton muß es fruchtbaren Grund geben, der ein Interesse wiedergibt und ein Sprachrohr des Publikums ist.
Wir können dazu beitragen, daß der deutsche Film beachtet wird. Wir können mit gutem Beispiel vorangehen, indem wir eine Barrierefreiheit vorleben. Wir können schließlich durch das Hervorheben von Qualitäten und Schwächen einen Eindruck der deutschen Filmwelt bilden und damit langfristig Gedanken formen.
Mein Ziel ist es, daß der Zuschauer keine Berührungsangst mit dem deutschen Film hat. Ich möchte Menschen dazu bewegen, sich unvoreingenommen ein Bild von deutschen Filmen zu machen und zu erkennen, daß es durchaus unterschiedliche Schattierungen zwischen Klamauk und bitterem Ernst zu entdecken gibt. Deshalb wünsche ich mir von allen Autoren, im Monat mindestens einen deutsch(sprachig)en Film zu besprechen. Das kann jeder. Zu Not gibt es die Filme im Fernsehen - im Originalton. Hierbei sollte jeder mit seiner Seite mitmachen (können), egal wie die Qualität der Schreibe ist, oder um welchen Film es geht.
Da es so schnell Rückmeldungen auf dieses Hirngespinst gab, stelle ich diese Aktion nun noch einmal konkret hier vor und bin gespannt, was sich daraus noch gestalten läßt. Bei entsprechender Aktivität würde es sich zum Beispiel anbieten, daß man die Aktion unter einem Banner bekannt macht, um darüber Mitstreiter zu animieren. Desweiteren könnte man die Seiten der Autoren zentral als Links sammeln und ggf. auf die entsprechenden Artikel verweisen. Außerdem könnte man ein generelles Linkarchiv zum deutsch(sprachig)en Film aufbauen.
Grenzen gibt es eigentlich keine, außer, daß keine kommerziellen Absichten damit verbunden sein sollten. Vorstellbar wäre zum Beispiel auch eine Seite oder ein Blog, wo man neben den Links auch Neuigkeiten zu deutschen, österreichischen und schweizer Filmen veröffentlicht. So ein Projekt würde ich allerdings nie allein in Angriff nehmen. Immerhin habe ich Leben und Arbeit und auch nur ein paar Minuten am Tag über. Hierzu bedarf es einiger aktiver Autoren, die dann jeder für sich bei Gelegenheit/Bekanntwerden eine Information veröffentlichen. Deshalb warte ich nun auf euer Feedback und eure Ideen, wie man diese Aktion grundlegend ausgestalten könnte. Je mehr Autoren mitmachen, desto mehr können wir mit wenig Aufwand erreichen!
Egal was daraus wird, hiermit ist sie jedenfall heute offiziell geboren, die "Aktion deutscher Film".
Liebe Grüße,
Euer Intergalactic Ape-Man
vor 4 Stunden
Klingt super, komme gerade aus einem deutschen Kinofilm ("Das Lied in Mir", der mir sehr gut gefallen hat), und ich versuche mit meinen Mitstreitern auf Eskalierende Träume ja schon seit einem kleinen Weilchen mit der Reihe "100 Deutsche Lieblingsfilme" auf deutsche Filme aufmerksam zu machen. Aber es gibt wie du schreibst viel zu wenige Cineasten im eigenen Land bei denen nach Erwähnung der Begriffe "Deutscher Film" die Augen zu strahlen beginnen (ich oute mich hiermit mal als glühender Verehrer des deutschen - oder auch gerne deutschsprachigen - Kinos). Eine Internetseite dazu fände ich großartig. Man müsste sich aber vorher denke ich umschauen, was es dazu im netz vielleicht schon gibt, und wo Anknüpfungspunkte bestünden. Ob sich genügend Leute für irgendeine Art von längerfristigem Projekt finden, steht dabei natürlich wie immer in den Sternen. Aber ich bin gespannt - und auch wie immer ein bisschen hoffnungsvoll ;-)
AntwortenLöschenIch muss gestehen von dieser Aktion nichts zu halten, da sie eigentlich den Nörglern hinten herum Recht geben würde. Eine solche Hilfsaktion hat der deutsche Film einfach nicht nötig, da er nicht im sterben liegt. Und Autoren mit der Idee zu locken mindestens einmal im Monat einen inländischen Streifen zu besprechen, die kaum/nie zuvor Deutsches besprochen haben, ist doch auch Irrsinn, sind sie es doch selbst schuld, wenn sie besagtes Filmschaffensland bislang in Rezensionen ignoriert haben. Ich mache weiter wie gehabt, und da gehören Reviews zu deutschsprachigen Filmen seit je her ganz selbstverständlich dazu.
AntwortenLöschenUi! Ich bespreche zwar immer wieder mal einen deutschen Film (bis jetzt "Das Haus in Montevideo", "Feuerwerk", "Das Glas Wasser", "Das Brot des Bäckers" und "Auge in Auge"). Da meine Einträge jedoch meist mehr als lang sind (ich komme auf vier bis sechs im Monat!), auch mehrfach umgeschrieben werden, könnte ich mich nie und nimmer auf monatlich einen festlegen. Mein Interesse gilt natürlich auch verschiedenen Filmländern, was die Sache zusätzlich erschwert. - Deine Idee ist begrüssenswert; du solltest deinen Mitarbeitern aber nicht so enge zeitliche Vorgaben setzen. Und jetzt widme auch ich mich für einige Wochen dem Urlaub vom Blog. ;)
AntwortenLöschen@ Sano: Danke fürs Feedback. Ich sehe euch da auch durchaus als einen Vorreiter an. Deshalb wird es bestimmt auch immer einen Ehrenplatz in diesem Geflecht geben.^^
AntwortenLöschenIch bin mir sehr sicher, daß es auf die eine oder andere Weise noch mehr passieren kann, aber dies hier ist ja nun ersteinmal Ideen und Anregungen sammeln.
In diesem Zusammenhang @all: Sagt gerne euren Mitautoren und Blogfreunden Bescheid.
@ Schlombie: Es ist, glaube ich, auch weniger eine Hilfsaktion als eine Bewußtseinsaktion. Und dabei geht es nicht nur darum, anderen deutsche Filme vorzustellen, sondern auch selber bewußt deutschen Film zu (er)leben. Du machst im Grunde schon alles richtig, in dem du keine Hemmungen hast. Seh dich als Vorbild. Zu verschenken gibt es dabei nichts, deshalb auch keine Lockmittel oder Belohnungen. Außer vielleicht, daß so eine Aktion Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte und damit wiederum mehr Leser für die Texte.
Ich weiß gar nicht, wieviele Reviews zu deutschen Filmen z.B. gar nicht geschrieben werden, weil Angst besteht, daß es eh nicht gelesen würde.
@ Whoknows: 1/4 wäre aber eine super Quote. :)
Bei den Reviews seh ich übrigens keine Mitarbeiterschaft. Es soll ja jeder brav seine Seite weiter so führen, wie er es bisher getan hat. Das ist ja noch der grundsätzliche Einstieg: Jeden Monat einen deutsch(sprachig)en Film. Diese Verschwörung soll uns binden. Alles darüber hinaus ist im Bereich des Möglichen. Über eine Ausfallregelung müßte man in deinem Fall dann vielleicht nachdenken. :P
Die Idee finde ich gut - würde aber wichtig finden, dass die Aktion nicht als eine Reaktion auf die o.g. Miesepetereien verstanden wird, sondern dass man selbstbewußt voranschreitet. Wollte man allerdings das Phänomen "deutscher Film" in all seinen Schattierungen darstellen, dann muss man zwangsläufig auch auf seine Produktionsbedingungen eingehen, die in ihrer speziellen Art den Filmmarkt zu bestimmen/beeinflussen wissen. Und hier sehe ich denn doch viel Arbeit auf die Teilnehmenden zukommen. Prinzipiell wäre ich aber dabei.
AntwortenLöschenIch wäre, wie bereits anderswo gesagt, dabei.
AntwortenLöschen@ mono.micha: Cool, daß du auch Interesse hegst. Du hast auch Recht, daß man auf bestimmte Gegebenheiten eingehen kann. Für das Schreiben eines eigenen Artikels (auf eigener Seite) sollte dies jedoch keine Hürde darstellen, da im Prinzip jeder an der Aktion mitmachen können soll. Wenn du dies dann tust, umso besser.
AntwortenLöschenFür den Fall, daß man eine eigene Zentralseite auf die Reihe bekommen kann, fände ich es darüber hinaus jedoch unbedingt interessant, zumindest bestimmte Perioden mit ihren charakteristischen Eigenschaften zu erklären. 100% historisch akkurat traue ich mir das nicht unbedingt zu. Dieser Job stünde also frei. *hint* ;)
@ gabelingeber: Das freut mich. :)
@ All: Besteht denn grundsätzliches Interesse daran, über die eigenen Reviews hinaus eine zentrale Seite zu pflegen und dafür auch Beiträge z.B. in Form von News, Linksammlungen oder Sachartikeln zu liefern? Falls ja: Gerne her mit Ideen. :)
Sobald es zeitlich wieder geht, hätte ich auch Interesse. Nur mal zwischendurch gefragt: Wie genau wird denn "deutscher Film" bei dir definiert?
AntwortenLöschenDeutschsprachig? Deutsche Produktion? Deutsche Regie? Österreich und die deutschsprachige Schweiz sollen ja auch dabei sein. Was ist mit fremdsprachigen Filmen, die in Deutschland gedreht wurden deutsche Themen haben? Hat alles seine Schwierigkeiten, aber letztlich sollte man es nicht an solchen Abgrenzungsfrangen scheitern lassen.
Ich finde die Idee einer "zentralen Sammelstelle" zum deutschen Film wie gesagt gut, und würde erst einmal vorschlagen, doch z.B. alle Texte aller Teilnehmenen Individuen/Seiten, etc. zum deutschen Kino auf der Seite zu versammeln. Also Kritiken, Polemiken, Essays, was auch immer. Dann hätte man schon einmal eine Art Sammelstelle, wo man z.B. nach Besprechungen von deutschen Filmen schauen kann, nach Neuigkeiten, nach was auch immer, das mit der deutschen Filmszene zu tun hat. Fände persönlich eine "historische" Ausrichtung interessaner, also dass nicht mehr als ein Viertel oder ein Drittel aller Beiträge (wenn neu geschrieben) sich mit aktuellen Tagescineastischen Dingen auseinandersetzen.
AntwortenLöschenDas "Problem" ist meiner Meinung nach, dass es vieles dieser Art in unterschiedlichen Abgrenzungen/Schattierungen ja im Prinzip schon gibt (wenn auch vielleicht nicht immer im Netz). Was wäre also das "bei uns" Interessante/Wichtige, etc. dieser neuen Seite?
Bin in allem noch recht unschlüssig. Nur, dass es grundsätzlich eine sehr gute Idee ist, zum deutschen Film eine Seite ins Leben zu rufen - da bin ich mir sicher. Österreich und Schweiz müsste aber meiner Meinung nach UNBEDINGT ein Österreicher oder ein Schweizer (und natürlich bevorzugt mehrere) intensiver übernehmen. Einen deutschen Autoren kann ich mir eher schwer mit den nötigen Kenntnissen und Einblicken vorstellen - was aber nicht heißen soll, dass nicht jeder prinzipiell über alles schreiben kann. Fände es nur Schade, wenn in einem eutschsprachigen Kontext auf einer Seite Schweizer und österreichisches Filmschaffen (zwangsweise) marginal oder stiefmütterlich behandelt würde (so nach dem Motto: das nimmt man halt auch noch mit, weil die ja auch deutsc sprechen, auch wenn man keine Ahnung von oder Passion für dieses ausländische Filmschaffen dieser fremden Kulturen hegt. Denn die Illusion, nur weil die Ösis oder Schweizer deutsch sprechen, wären sie ja eh irgendwie gleich wie die Deutschen ist natürlich ein völliger Fehlschluss).
Hmm, ich weiß, das klingt alles nicht sehr spezifisch oder durchdacht. Was ich aber genauso sehe wie Mono.micha (und eventuell manch anderer hier), ist, dass man möglichst nicht als Miesepeter, oder aus Trotz auftritt, schreibt, sondern mit einem selbstverständlichen Interesse. Das ist es ja eben, was man oft vermisst (oder ich zumindest): Selbstverständlichkeit im Umgang mit deutschen Filmen, und der deutschen Filmgeschichte in all ihren Aspekten.
Fände also eine Seite gut, auf der Opas Heimvideo bei Erwähnung die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wird, wie einem Werk von Fritz Lang. Also keine Diskriminierung, außer innerhalb der Texte und Meinungen selbst.
Wenn der so genannte Deutsche Film hierzulande schon eine Aufmerksamkeit generierende "Aktion" benötigt, um irgendwie wahrgenommen oder in einen Verteidigungsduktus gebracht werden zu können, dann sagt das ja eigentlich schon alles... über ihn.
AntwortenLöschen@ Sieben Berge: Eine Definition ist sicher nicht scharfkantig umreißbar. Deutschland, Österreich und Schweiz sollten gern dazu gehören, da sich das Gesamtwerk manch Regisseurs und Autoren ja ohnehin über mehrere der Länder erstreckt, so z.B. bei Franz Antel. Per Geburt kamen des Weiteren ja ohnehin einige Regisseure aus Österreich.
AntwortenLöschenDesweiteren kann man dem Einfluß im Hollywood der 30er/40er Jahre durchaus Beachtung schenken, jedenfalls dort, wo Auswanderer wesentliche Beiträge geleistet haben. Ich denke da unter anderem an das Œuvre Fritz Langs, welches auch in der US-Phase bemerkenswerte Werke beinhaltet, ohne die eine Betrachtung zerrupft wirken würde. Ferner setzen sich in einigen Werken dieser Periode ja auch Stilistiken des deutschen Kinos fort.
Bei internationalen Filmen, die in Deutschland/Österreich/Schweiz spielen, wird es schwerer. Nicht jeden Film, in dem bspw. Bomben auf Europa geworfen werden, halte ich persönlich für dem Kontext so dienlich, daß er Erwähnung finden müsste. Andererseits ist ein Film wie Der dritte Mann z.B. eine Größe, die man in den "Kanon" aufnehmen könnte oder gar sollte. Es spricht also schon etwas für die Rubrik "DÖS im internationalen Film".
Schwierig sind sicher auch die Co-Produktionen. Oftmals handelte es sich ja nur um schiere Finanzspritzen und/oder damit verknüpfte Vertriebsrechte. Winnetou z.B. ist klar DÖS, ein durchschnittlicher Italowestern hingegen noch lange nicht, nur weil da ein Deutscher Geld reingeschossen hat. Das gleiche gilt z.B. für Finanzierungsprojekte für US-Filme der Jahrtausendwende.
@ sano: So, wie du es gerade als Sammlung beschreibst, klingt es tatsächlich ein wenig nach Filmzentrale auf DÖS reduziert. Das finde ich aber gar nicht mal so schlecht. Zudem kenne ich bisher eigentlich keine Seite, die sich wirklich dem DÖS-Film in seiner gesamten Bandbreite widmet, zudem im Angebot wirklich vielfältig ist. Wenn es wirklich optimal liefe und man neben guten Texten und Hintergrundinformationen z.B. auch News oder Sendetermine vom Stummfilm bis zum aktuellen Kino bieten könnte, dann wäre es sicher ein überzeugendes Gesamtpaket. Neben einer Linksammlung könnte man z.B. ja auch ein Literaturverzeichnis aufbauen oder Plakat- und Aushangbilder abbilden. Es kommt eben nur auf die Leute an, die wirklich etwas aktiv dazu beitragen können. Das ist ein ganz einfaches Schneeballprinzip. Unser Glück ist gerade, daß wir eine Gemeinschaft aus ohnehin mehr oder minder aktiven Autoren bilden. Das gibt mir persönlich Überzeugung, daß diese Aktion im Kern sicher nicht im Sande verlaufen wird. Die Frage stellt sich zunächst aber ja schon dabei, wer denn z.B. bereit wäre, seine Texte auch außerhalb der eigenen Seite zur Verfügung zu stellen. Soll es nun eine direkte Textsammlung sein (man könnte dann eine Quelle verlinken) oder sollen die Texte als solches dann doch per Teaser verlinkt werden (was mir auch zusagen würde)? Und wär würde sich dann auch um die restlichen Sparten dieser "DÖS-Zentrale" kümmern?
AntwortenLöschenÜbrigens sollte die Aktualität eine selbstregulierende Frage sein, da sich alte und neue Filme bei allen bisher anwesenden der Erfahrung nach ganz natürlich vermengen.
@ sano & Rajko: Im Grunde liefert ihr euch ja schon die Argumente. Der deutsche Film ist natürlich. Er ist natürlich schön und er ist natürlich schlecht. Allerdings muß man Klassiker wie Caligari oder Metropolis (in der neuen Restauration) im Ausland kaufen. Allerdings werden fähige Künstler nicht gefördert, während generische Filme die Gelder abgreifen. Allerdings beschäftigt sich die Filmwissenschaft bevorzugt nur mit Teilaspekten des deutschen/österreichischen/schweizer Kinos.
Die Frage ist also: Warum? Was haben wir vielleicht bisher getan, daß dies so ist? Was können wir anders machen?
Ich will nicht miesepetrig sein müssen. Miesepetrig macht mich nicht der DÖS-Film, miesepetrig macht mich, wie damit manchmal umgegangen wird. Das aber kann man ändern, indem man die Liebe zu diesem Kino nach Aussen kehrt. Und wenn es Vorurteile gegenüber deutschen Filmen gibt, kann es doch nur der richtige Weg sein, aufzuzeigen, daß es nicht nur eine Art Film in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt, wie in jedem anderen Land auch.
Ich wäre selbstverständlich bereit, Teaser zu meinen Besprechungen deutschsprachiger Filme (auch aus der Schweiz) verlinken zu lassen, wobei ich nicht für meinen Mitautor Manfred Polak reden kann. - Was mich nicht begeistert, ist die Idee, sich monatlich für eine Besprechung zu verpflichten. Mein Blog schimpft sich im Untertitel bekanntlich "Film und Kontext", d.h. ich muss oft recht viel Zeit für Recherchen aufwenden.
AntwortenLöschenDa das deutsche Kino zu meinen ausgesprochenen cineastischen Obsessionen zählt und ich den Mangel an flächendeckend (= online?) verfügbaren Texten zum deutschsprachigen Kino, jenseits von Kinostarts der letzten Jahre, für eine der gravierendsten Blockaden gegen die Stimme des deutschen Kinos halte, bin ich von der Idee einer Sammelstelle, die sich exklusiv darauf fokussiert und unabhängig (von zeitgebundenen filmjournalistischen Formaten und wirtschaftlichen Überlegungen) betrieben wird, prinzipiell sehr angetan und glaube auch, dass sich ein solches Projekt erfolgreich etablieren ließe als "Fundgrube".
AntwortenLöschenMit der Verlinkung und, je nach persönlicher Wahl, erneuten Verwendung von Texten, die anderorts zuerst erschienen sind, hätte ich auch kein Problem. Ebenso auch nicht damit, das Ganze von vornherein als eine Seite für den "deutschsprachigen Film" aus der Taufe zu heben und somit Österreich und die Schweiz miteinzubeziehen. Wenn letzteres ausdrücklich Teil der Idee, bzw. des Ideals ist, werden interessierte österreichische und Schweizer Autoren sicherlich auch mal aus eigenem Antrieb anklopfen.
Das Hauptproblem vermute ich eher auf der administratorischen Seite. Wer kümmert sich regelmäßig und als ordnende wie kontrollierende Instanz um diese Salatschüssel, hält alles zusammen? Würde sich daraus wirklich ein Selbstläufer entwickeln? Da sich Eskalierende Träume ja aus insgesamt 7 Personen zusammensetzt, sind wir mit Komplikationen dieser Art mehr als vertraut...
Und das mit dem monatlichen Text ist tatsächlich für manche eine Hürde. Ich persönlich kann nie bestimmen, wann und zu welchem Film ich schreibe, auch nicht mit achtbarem Resultat dazu zwingen - einer der Hauptgründe, warum sich unsere "100 Deutschen Lieblingsfilme" so langsam voranschleppen - in meinen kühnsten Träumen schreibe ich dafür wöchentlich einen flammenden und euphorisierenden Text, denn an deutschen Lieblingsfilmen mangelt es mir beileibe nicht.
Die Begeisterung sollte selbstverständlich an erster Stelle stehen. Gerade wenn wir einen Bienenstock für das deutsche Kino bestellen würden, würde der Umfang und die Bandbreite dieses Bienenstocks hoffentlich für sich sprechen. Denn dass die Vorstellung von deutschem Kino, die heute überwiegt, düster, tragisch und nicht selten einfach nur ärgerlich ist, daran kann kein Zweifel bestehen.
Es freut mich zu sehen, daß die Begeisterung wächst. :)
AntwortenLöschenEntsprechend angeregt sind auch meine Gedanken hierzu, insbesondere, weil es mir in eigenem Interesse am Herzen liegt, möglichst viel mit möglichst kurzen Arbeitswegen erledigen zu können. Und das hieße natürlich, daß u.a. (als Rechenbeispiel) bei 10 Autoren, die monatlich ein Review verfassen würden, in einem Jahr ganze 120 Kritiken entstehen würden! Dies wäre eine unfaßbare Menge, wenn man bedenkt, daß sich diese Artikel dann nur um einen (den) DÖS-Aspekt des Kinos drehen würden! Allein die unterschiedlichen Spezialisierungen der jetzigen Interessenten versprechen dabei zudem ein buntes Miteinander unterschiedlichster Blickwinkel.
Ich sehe ein, Whoknows und Christoph, daß sich das "ein DÖS-Film im Monat"-Motto nicht mit jeder Arbeitsweise vereinbaren läßt. Umso mehr ist hierbei eure Kreativität gefragt, mit einem eigenen repräsentativen Slogan zu kommen, der euer Konzept am besten umreißt.
Bezüglich der Administration einer Zentrale steht zunächst einmal die Frage im Raum, ob man es bei einem einfachen Blog beläßt oder sich ausreichend Optionen bieten, ein ausführlicheres CMS zu nutzen. In letzterem Fall müßte dann noch die Frage der Umsetzung geklärt werden. Dabei sollte dann vielleicht sogar eine Person den technischen Teil übernehmen, die sich im Schreiberischen eher zurückhält.
Inhaltlich sollte meiner Ansicht nach ein größerer (vertrauenswürdiger) Kern gebildet werden, der Inhalte eigenverantwortlich betreuen kann. Es wäre für jeden sicher das Leichteste, wenn jeder den Link auf seinen Artikel selber direkt bzw. nach Freischaltung durch ein Kernmitglied posten kann.
Darüberhinaus sollte jedes Kernmitglied weitere lose bindende Möglichkeiten haben, Inhalte zu veröffentlichen. Diese sollten dann allerdings ein qualitatives Mindestmaß erfüllen, so daß sich Spezialisierungen anbieten.
Ich hatte z.B. ohnehin vor, mich für ein anderes Projekt um den Bezug von aktuellen Informationen zu bemühen. Es wäre also ein Leichtes, die Neuigkeiten über den DÖS-Film zu filtern und zu veröffentlichen. Ansonsten sollte natürlich gern jeder den Antrieb besitzen, dies durch seine Kenntnisse, z.B. eben auch mit Sendeterminen, zu ergänzen.
Für Essentiell würde ich z.B. auch eine Medienliste halten, die laufend erweitert werden müsste. Hierbei sollten knappe Informationen und eine Verknüpfung zum OFDb-Fassungseintrag genügen. Idealerweise sollten mangelhafte Fassungseinträge dort jedoch dem Vorbild wegen direkt ergänzt werden.
Sinnvollerweise sollten Kernmitglieder sich ausreichend mit der Materie beschäftigen wollen, um sich ganz automatisiert mit den Inhalten auseinander zu setzen. Auftretende Fehler sollten daher über dieses mehrfache Gegenlesen ausgemerzt werden können. Grundsätzlich halte ich viel von der Einstellung, etwas direkt selbst zu erledigen und nicht auf andere zu warten, sofern ein vorheriges Gespräch unnötig ist. Wenn das jeder für sich befolgt, sofern er gerade die Möglichkeit hat, dann sollte sich die auftürmende Arbeit für jeden in Grenzen halten. Jeder soll natürlich vollkommen frei für sich einschätzen, wieviel Zeit er für diese Tätigkeit gerade aufbringen kann.
Ansonsten habe ich ja durch meine Anregung ohnehin schon eine organisatorische Aufgabe übernommen. Auch ich werde sicherlich Wochen haben, in denen ich des Berufes wegen kaum einen Mucks von mir geben können werde. Und ich will kein Diktator sein. Unterstützung durch die Bildung eines Komitees wäre deshalb wünschenswert.
Welche Erfahrungen gibt es dazu denn bei den Träumern? Es ist mir durchaus klar, daß anfängliche Begeisterung schnell abnehmen kann, weshalb es mir wichtig erscheint, für ein Komitee aus dem Kreise von uns Schreibern zu beziehen, die aus der mehrjährigen Erfahrung einschätzen können, wie die eigene Leistung(sbereitschaft) ausfällt.
Wie wäre es denn mit der Errichtung eines provisorischen Blogs, auf dem man mit der Ideenfindung konzentriert weiter machen könnte.
AntwortenLöschenOder von mir aus auch ne einfache Mailingliste.
Von der Struktur her handelt es sich imho schon eher um ein Thema für ein Forum/einen Forenthread, denn in einem Provi-Blog kann man nicht viel anderes tun, als hier auch (Adresse ist ansonsten registriert). In einem Forum könnte man verschiedene Baustellen dann strukturierter angehen.
AntwortenLöschenOhne Feedback, wer zusätzliche Aufgaben, über das bisherige Schreiben hinaus übernehmen würde, sehe ich aber auch keinen großen Bedarf für große Debatten, denn dann gestaltet sich die Aufgabe nur daraus, die blogübergreifende Aktion deutscher Film mit Leben zu erfüllen.
Grundlegendes: Ich schlage vor, DÖS-Filme ab Tag X auf den Blogs mit dem Tag "Aktion deutscher Film" zu versehen. An diesem Tag sollten dann alle Teilnehmer auch eine kurze Erläuterung über die Aktion posten. Man könnte sich einen Spaß machen und einen Countdown daraus machen, in dem man mysteriöse Nachrichten/Bilder bringt o.ä.
@Intergalactic Ape-Man:
AntwortenLöschenIch sehe meine "Mitarbeit" ehrlich gesagt nur im Rahmen Deines letzten Vorschlags ("Aktion deutscher - oder deutschsprachiger - Film").
Alles andere überstiege meine Kapazität...
@ gabelingeber: Find ich vollkommen ok. Die Aktion sollte für sich auch nicht abhängig sein von Aufgaben darüberhinaus. Vielleicht ist dies sogar ein Thema, welches man nach einem generellen Anlaufen noch genauer ins Auge fassen sollte.
AntwortenLöschenBisher stehen ja noch Konzepte offen, wie jeder für sich die Aktion mit seinem Schreibrhythmus vereinbar machen kann. Es sollte sich also zunächst jeder fragen: Was kann ich auf meiner Seite tun, um den deutschen/österreichischen/schweizer Film zu fördern? Wie kann ich desweiteren die Aktion verbreiten, um Leser darauf aufmerksam zu machen und weitere Autoren für die Aktion zu gewinnen?
Wie dir vielleicht bekannt ist, hat ChristiansFoyer vor einiger Zeit eine Aktion mit dem Titel Kino kann durchgeführt. Es wäre vielleicht keine schlechte Idee, wenn du mit deinem Anliegen eine ähnliche Sache (ohne DVD-Verlosung, natürlich!) starten würdest. Blogger könnten dann mit einem kleinen Kommentar auf dich aufmerksam machen und ihre Leser mit einem Permalink oder so ständig an deine Aktion erinnern (bringt erst noch viele schöne Clicks). - Was mich anbelangt: Ich kann aus privaten Gründen auch nur als Zulieferer dienen. Den technischen Kram müssten andere übernehmen, möglicherweise sogar Leute, die nicht noch selber ein Blog bewirtschaften.
AntwortenLöschen@ Whoknows: Hm ja, hat bisschen was vom alten Kettenbrief, wo einem aus der 5-er-Liste Gummibärchen geschickt werden sollen. Dennoch inhaltlich und in der Funktion natürlich äußerst interessant.
AntwortenLöschenMan könnte vielleicht im Zusammenhang nach dem Vorbild von Eskalierende Träume zu einer Auflistung und/oder x Reviews im Zeitraum von DÖS-Lieblingsfilmen aufrufen? Aus den genannten Titeln oder gefertigten x Reviews könnte man dann z.B. eine Rangliste errechnen bzw. dazu eine Linkliste zu den Reviews erstellen. Aber bei Reviews kommt dann wieder das Schreibtempo ins Spiel. :/