Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Montag, 9. Januar 2012

Der rote Reiter (1952)

Joseph M. Newman, Regisseur von Metaluna IV antwortet nicht, entführt uns mit Der rote Reiter in eine Welt Amerikas, die für eine US-Western-Produktion dieser Zeit erfrischend anders ist. Das Volk der Cree hat ihr Gebiet verlassen und die kanadische Grenze übertreten. Duncan MacDonald (Tyrone Power), Rotjacke, Pony-Soldat im Dienste der Queen erhält den Auftrag sich ihrer anzunehmen. An seiner Seite das widerwillig als Scout angeheuertes Schwarzfuß-Halbblut Natayo Smith (Thomas Gomez). Überrascht stellen sie fest, daß es sich nicht um versprengte Stammesangehörige handelt, denn plötzlich befinden sie sich in einer großen Zeltstadt in den Händen des Häuptlings Stehender Bär (Stuart Randall), der sich zwar als harter, aber erstaunlich fairer Verhandlungspartner erweisen wird, da eine gewisse Sympathie zum gewitzt argumentierenden MacDonald zu bestehen scheint.

Keine Spur einer Pauschalisierung von Indianern als mordende Rüpel, obwohl sie im Zorn doch gegen die Langsäbel angetreten waren und zwei zivile Gefangene mit sich führen. Klar wird herauskristallisiert, daß sie Gründe, vor allem Vertreibung aus ihren Jagdgründen und resultierenden Hunger, für ihr Handeln hatten. Daß auch im Guten nicht alle Stammesangehörigen über einen Kamm zu scheren sind, beweisen wenige Indianer aus der Rotte des Häuptlings Konah (Cameron Mitchell), die vehement die Zwangsheirat mit der weißen Gefangenen Emerald Neeley (Penny Edwards) fordern. Authentisch seine Reden mit Gesten unterstreichend ist MacDonald der Aufgabe gewachsen, weiß ein Steamboat am Horizont geschickt als Himmelszeichen der Königin auszulegen, die ihre Macht demonstriert, um die Cree umzustimmen, welche nicht in ihr Reservat jenseits der Grenze zurückkehren wollen. Gern unterstreicht er seine guten Absichten, die ausserdem eine Lebensmittellieferung beeinhalten, indem er aus der spontanen Freundschaft zum Indianerjungen Kommt Gerannt (Anthony Numkena) - nicht zu verwechseln mit seinem verschollenen Cousin Der Den Hebel Nicht Zieht - eine Adoption werden läßt.

Von dieser Warmherzigkeit lebt dann der mit knapp 79 Minuten recht kurz geratene Der rote Reiter größtenteils. Kurze Ausbrüche, wie der durchdrehende Gefangene Jess Calhoun (Robert Horton), der mit einem Mord die friedliche Übereinkunft zum Scheitern zu bringen droht, sorgen für anhaltende Brisanz der Situation und damit für Momente der Spannung. Tatsächlich legt die Spielzeit einer tieferen Zeichnung der Figuren Steine in den Weg und am Ende hätte man sich bei so guten Ansätzen eine umfangreichere Story gewünscht. Westernfans, die sich insbesondere am oftmals niederträchtig rassistischen Umgang mit Indianern in US-Produktionen stoßen, sollten trotzdem gern ein Auge auf diesen kleinen, aber feinen Film werfen, der sich durch eine individuelle Gangart positiv von der Konkurrenz abheben kann.

Originaltitel: Pony Soldier
Deutscher Titel: Der rote Reiter
Produktionsland: USA
Erstaufführung: 19.12.1952, USA
Regie: Joseph M. Newman
Darsteller: Tyrone Power, Cameron Mitchell, Thomas Gomez, Penny Edwards, Robert Horton, Anthony Numkena, Adeline De Walt Reynolds, Howard Petrie, Stuart Randall, Richard Boone, Chief Bright Fire, Frank DeKova u.a.

OFDb, IMDb, Wikipedia, Moviepilot

2 Kommentare:

  1. Eine Fluuuurry-Maschine! Das wäre ja mal was :D Riesen Marktlücke!

    Aufregung ist wirklich nicht effektiv. Aber was ist das schon?

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  2. TKKG fand ich immer doof. Ich war ein Satzzeichen. Allein weil Tarzan so ein Idiot ist und Gaby auf ihn abfährt. Total unverständlich. Aber die 5 Freunde habe ich auch sehr gerne gehört. Die hatten so ein klasse Introlied. Da hatte ich auch alle auf Kasette.. Denn auch ich war (und bins irgendwie immernoch) ein Kasettenkind. So alt bist du gar nicht mal :D
    Nina Spier verbinde ich ausschließlich mit Buffy. Da kann sie sprechen wen sie will, sie ist einfach die Stimme von Buffy. Und ich mag die Stimme nichtmal sonderlich. Deswegen gucke ich vieles eh meist auf englisch. Viel zu oft werden 0815 Stimmen vergeben. Falls du dich an meine neue Lieblingsserie New Girl erinnerst.. Die läuft ja jetzt auf Pro7 und Mann, haben die da alle schlechte Stimmen.
    Aber es ist schon erstaunlich, wie sehr man eine Stimme mit einer Person verbindet.
    Und dass es immer weniger gute Sprecher gibt, glaube ich auch. Anders kann ich mir auch nicht erklären, dass so viele mehrere Menschen sprechen. Macht natürlich Sinn, weil man als Synchronsprecher nicht reich wird, wenn man nur einen Schauspieler spricht (dass man überhaupt reich wird, bezweifel ich aber ohnehin auch). Ich werde mich mal genauer mit dem Thema auseinander setzen. Eigentlich ein toller Beruf. Genau wie Hörspiel/buchsprecher. Wenn man eine tolle Stimme hat, sollte man unbedingt Sprecher werden.

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