Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

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Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Sonntag, 8. Januar 2012

Der popelige Jackenhaken

Liebe Kinofreundinnen und Kinofreunde,

in seinem Media Monday verwendet der Abspannsitzenbleiber nur ein Wort, welches mich aber schlagartig auf die Palme brachte. Es schwelte in mir, brodelte hervor in einem Kommentar, den ich schließlich für zu essentiell hielt, um nicht einen Artikel hieraus zu gestalten. Dieses Wort war Jacke und es brachte mich auf ein seit meinen Multiplexbesuchen immanentes Problem, welches mir nur nie so vor Augen war!
Man kann seine Jacke nirgendwo lassen! Und da es nicht wie früher in gewählter scheppriger Pornoatmosphäre von Lämpchen und Plüschsitzen der Verzehrkinos (die man teilweise sogar noch zum gleichen Eintrittspreis bei mieserabler Technik buchen kann) automatisch ein Tischchen dabei gibt und es auch keine freie Platzwahl mehr zuläßt, daß man sowieso sein ganzes Gerümpel auf dem Nachbarsitz parkt, bleibt einem ja nur noch, rittlings oder bäuchlings zu schwitzen, sofern man nicht beabsichtigt, das gute Kleidungsstück auf den klebrigen Boden herabzulassen. Warum dieser nicht regelmäßig von abgerichteten Hamstern gereinigt wird ist mir sowieso immer noch ein Rätsel, welches man generell auch einmal ergründen könnte.
Und dann jongliere man noch mit Cola und M&Ms, ganz zu schweigen von Popcorn oder gar Nachos mit Käsesauce! Hat man vollbepackt und hilflos den Weg in das Kino suchend den Kartenabreißerlimbo überstanden, so ist es schon ein wildes Unterfangen so ein fragiles Plastikschälchen in einem Jackennest auf dem Schoß zu parken, wenn man nur mal eine Hand benötigt, um das Erfrischungsgetränk aus dem dankbarerweise angebrachten Becherhalter zu entnehmen. Und wehe das Licht geht dann an und der Eismann kommt. Denn eins ist gewiss, der will dann garantiert genau da durch!
Deshalb und nur deshalb, weil es nicht mal einen popeligen Jackenhaken im Saal gibt, der wohl aus Leichtmetall bestehen sollte, weil sich Multiplexe mit Kunststoffen generell schwer tun, bevorzuge ich Säle, in denen ich überteuerte Verpflegung nebst sonstiges Gelumpe in der Loge auf dem Tisch zum Aufpreis ausbreiten kann. Nicht nur genieße ich es inzwischen, den erhabenen Blick über das niedere Kinovolk schweifen zu lassen. Nein, jetzt wo ich freie Hand habe, da gebe ich doch auch noch gern 2 Euro für so ein Eiskonfekt aus, wenn mal wieder der nette Herr mit der Kühlbox die Vorstellung in die Länge zu ziehen gedenkt.
So kostet die übliche zwei Personen Vorstellung dann im Durchschnitt immer um die 50 Euro. Was diese Dekadenz jedoch eigentlich hervorruft, weshalb ich nicht wie jeder andere im Parkett residiere, das ist mir nun erstmals klar geworden. Alles hängt an diesem popeligen Jackenhaken. Das ist doch Kalkül!

Euer Intergalactic Ape-Man

4 Kommentare:

  1. Jetzt habe ich Lust auf Eiskonfekt.

    Und das mit den Viren und den Österreichern ist gar nicht mal so weit auseinander. Diese verdammten Österreicher.

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  2. Danke, Judith. ;).

    Da ich mir ein Heimkino geleistet habe und das Kino in Braunau miserabel ist, besuche ich eigentlich keine Kinos. Wenn ja, setze ich mich einfach auf die Jacke.

    Ich musste vor drei Wochen, arbeitsbedingt einen Film ansehen und dieser wurde per Blu Ray Player (Ich kenne das Menü) abgespielt und mit einem Projektor verwendet, welcher ein dermaßen schwarz-graues Bild erzeugte, dass sämtliche Details untergingen. Der Ton kam nur von der Decke und die gesamte Qualität war miserabel. Ich habe mir geschworen, nie wieder ein Kino zu besuchen, sondern das Geld in Filme und das Heimkino zu investieren.

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  3. Eis und ich.. Eine never ending lovestory!

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  4. Leon: Judith meint ihren österreichischen Besuch, welcher sie offenbar angesteckt hat. Das kann man vielleicht wirklich nur verstehen, wenn man die Unterhaltung ganz verfolgt hat. Hm. :D
    Übrigens fahre ich nach wie vor, je nach Priorität, 40 km in ein ganz nettes oder 60 km in ein besseres Kino. In einem geringeren Radius findet man einfach nichts, auf dem Lande.

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