Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare und Analysen

Intergalaktische Filmreisen: Kritiken, Empfehlungen, Kommentare  und Analysen
Das Videoregal... unendliche Weiten... ein Affenmensch stellt sich den unerbittlichen Attacken der Filmindustrie. Ein Forschungsprojekt über Blu-ray Disc, DVD, VHS und Kino. Garantiert antizyklische Reviews aus dem All.

Samstag, 7. Januar 2012

Media Monday #27

Hallo liebe Medienfreundinnen und -freunde.

Kennt ihr das eigentlich, diese Medienmüdigkeit? Wenn man den ganzen Tag so intensiv insbesondere mit seinem Computer und Telefon beschäftigt ist, daß man ganz bewußt bestimmte Elektrogeräte einfach gar nicht einschaltet, ja vielleicht sogar noch den Stecker zieht? Ich kann es nicht einmal Burn-out nennen, was mir widerfährt. Es ist vielmehr akute Unlust an Dingen, die genau die Körperteile weiterstrapazieren, die über die vielen Stunden schon wund geworden sind. Daß man sich nicht nur einen Wolf laufen, sondern offenbar auch denken kann, habe ich bisher auch nicht gewußt. So zieht es mich ganz oft, naja, häufiger als bisher, dahin wo frische Luft oder Ruhe herrscht. Und so kann es dann wohl passieren, daß aus einem Media Monday tatsächlich ein Samstag wird. Aber ich bin da. Ich sehe euch. Denke an euch. Vielleicht nicht immer so schnell und so sehr im Detail wie sonst, aber ich bin da. Stubst mich ruhig an, wenn es etwas dringendes/wichtiges gibt. Und wenn ihr etwas bestimmtes vermisst, dann sagt es ruhig, damit ich ggf. Prioritäten setzen kann.

1. Der beste Film mit Benicio del Toro ist für mich Fear and Loathing in Las Vegas.

2. Nora Ephron hat mit Schlaflos in Seattle ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil ich diese gewisse Anmut danach nicht mehr bei ihr wahrgenommen habe.

3. Der beste Film mit Jessica Alba ist für mich Into the Blue.

4. Es gibt Filme die allein auf die Unterhaltung abzielen und ebenso gibt es Filme, die versuchen, den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen oder den Anspruch haben, sich ernsthaft mit einem sozialen oder gesellschaftlichen Thema auseinanderzusetzen. Bevorzugt ihr eine der Gruppen und wenn ja, warum?
Die Frage zielt auf eindeutige Abgrenzung zweier Pole ab. Ist das wirklich so? Ich meine nicht. Film kann man zwar theoretisieren und als ein rein dokumentarisches Medium verfechten, jedoch halte ich auch Denkanstöße für eine gewisse Form des Zeitvertreibs. Tatsächlich ist es doch so, daß die Kunstform Film nicht knochentrocken sein muß, sondern auch sich bestenfalls durch einen darstellerischen Fluß und/oder eine ansprechende Montagerhythmik auszeichnet. Nur weil ein Film, eine Geschichte, besonders amüsant inszeniert wurde, muß es ja nicht bedeuten, daß diese nicht eine Botschaft, Moral oder Intention enthalten kann. Demnach bevorzuge ich kurzweilige Essays und Dialektik, was durchaus auch einmal auf einer sehr trivialen Ebene ablaufen darf.

5. Schon zahlreiche Serien wurden auf der großen Leinwand wiederbelebt, sei es als Remake (3 Engel für Charlie, Starsky & Hutch, A-Team), als würdiger Abschluss einer viel zu früh beerdigten Serie (Serenity für die Serie Firefly) oder auch, um weitere Geschichten um die Protagonisten zu erzählen, während die Serie längst das Zeitliche gesegnet hat (Sex and the City 1 & 2). Zu welcher Serie, ob alt oder neu, würdet ihr euch ein Remake oder einen würdigen Abschluss in Film-Form wünschen?
Auch wenn ich gerade meine Liebe für alte und neue Serien entfacht habe, so bin ich doch weiterhin der Ansicht, daß sich kaum so ein Produkt davon freisprechen läßt, mit der Zeit gewisse Abnutzungserscheinungen aufzuzeigen. Niedergang wird oftmals begleitet von Streichung oder Ergänzung von Figuren, von Schauplatzwechseln, Rückblicken, Zeitreisen oder dem verzweifelten Versuch aus dem größeren Maßstab eine höhere Qualität zu gewinnen. Hierzu gehört traditionell der Weg auf die Leinwand. Jahre später noch einmal ein altes Erfolgskonzept aufzuwärmen ist auch selten wirklich gelungen. Dies kann nur funktionieren, wenn man sich auf Referenzen beschränkt und ansonsten etwas gänzlich anderes macht. Hierbei sind mir gerade die beiden 3 Engel für Charlie Filme sehr gut in Erinnerung, weil McG mit einem Ensemble voller Spielfreude scheinbar ohne Limits eine losgelöst modere Form der alten Hollywood-Revue wieder aufleben läßt.

6. So genannte Blockbuster machen den Film nicht besser. Ich denke die faszinierende Zeit des Straßenfegers ist heute vorbei, da heute jeder zuhause vor seinem Individualprogramm hockt.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Zombieland und der war erheiternd, weil das alte Untotenkonzept augenzwinkernd als Verhaltensstudie zeitgenössischer Rollenbilder aufgefrischt wurde.

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche.

Euer Intergalactic Ape-Man

2 Kommentare:

  1. Ich glaube, es sind Aliens, die von uns Besitz ergriffen haben. In meiner Pipeline befinden sich zwar noch ein paar Dinger, aber ich hirne auch schon seit Wochen lustlos über einer an sich freudig erwarteten Besprechung, weiche auf die gerade skandalösen Ereignisse der Schweizer Politik aus - und behelfe mir mit dem Begriff "Burn Out". - Du bist nicht alleine! Wollen wir zusammen eine Sekte gründen, die - wie sensationell und unerhört! - das Ende der Welt im Jahre 2012 propagiert? :D

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  2. Daß dich die Xymapophen befallen haben, stellten wir ja nicht gerade erst heute fest. Dennoch bin ich einerseits erschüttert von diesem schwarzen Loch und andererseits, da ich ja nun weit länger schreibe als nur an diesem Blog, ist mir so eine Phase doch durchaus wohl bekannt.
    Was das Jahr 2012 angeht, so ist dies der perfekte Zeitpunkt, unsere Jahreszeiten den Gegebenheiten der sich in einer steten Wankbewegung befindlichen Erdachse anzupassen. Das ist jetzt kein absonderliches Phänomen, sondern reine Wissenschaft. Die Maya waren gewissermaßen einfach so schlau, nicht weiter an einem Kalender herumzuerfinden, den sie nicht weiter überschauen oder berechnen konnten bzw. der eben 2012 an die neuen Gegebenheiten anzupassen ist. Dies schließt im Übrigen wirklich nicht aus, daß sich die Wetter dadurch zum für uns Negativen verändern.
    Aber wer sind wir schon, als daß wir verlangten, alles nach unseren Lebensbedingungen laufen zu lassen? So etwas nennt sich eben Natur. Das Ende des Menschen ist nicht das Ende der Welt - allerhöchstens dann, wenn der Mensch die Welt mit sich reißt. So und nun genug des Geschwafels. Ich hab noch eine Idee. xD

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