Man kann es drehen und wenden wie man will. Sonny Chiba war in den Siebzigern oftmals in dieser eingefahrenen Haudraufrolle verhaftet, die ihm mit Der Wildeste von allen zu weltweitem Ruhm verholfen hat. Taucht man tiefer in seine Filmographie ein, stellt man fest, daß dieser Typus, nach dem das Publikum zu dieser Zeit spätestens im Schatten der Erfolge von Bruce Lee beziehungsweise der Shaw Brothers und Golden Harvest verlangte, häufig eher durchschnittlich ausfiel, während Chiba durchaus noch andere Facetten im Karate-, Samurai- oder Thrillergenre zu bieten hatte, auch wenn manche seiner Auftritte sich nur im Cameobereich bewegen.
Bevor die Figur nun gänzlich der Ausschlachtung zum Opfer fiel, meldete sich der berüchtigte Teruo Ishii zu Wort, der im selben Jahr mit The Street Fighter's Last Revenge auch den Abschluß zur eigentlichen Reihe lieferte. In The Executioner bedient er sich einer ziemlich ähnlichen Struktur, wenn man den Blick hier auf Sonny Chiba beschränkt, der macht, was man von ihm erwartet, nämlich (hier als Ryuichi Koga) reihenweise Leute umboxen. Ishii, den man eher mit kruder Gewalt und einer gehörigen Portion Sex in Verbindung bringt, ist sich jedoch über eine Schwäche des Archetypus bewußt. Anstatt hier auf eiskalte Brutalität zu setzen, lockert er das Geschehen durch wirklich passenden Humor auf, ohne den Actionfreund zu vernachlässigen.